Faire Finanzen Partnerschaft

Faire Finanzen in deiner Partnerschaft mit diesen 3 super einfachen Konten-Modellen

02/08/2022

Gibt es faire Finanzen in der Partnerschaft? Über Geld in der Partnerschaft zu reden, ist zumindest für viele von uns nicht selbstverständlich. 

Dennoch stehen spätestens mit dem Zusammenziehen einige Dinge auf dem Plan, die geklärt werden sollten: Die gemeinsam anfallende Kosten müssen fair aufgeteilt werden.

Und dabei kommen zwangsläufig verschiedene Themen auf den Tisch. Das kann zum einen ein unterschiedlich hohes Gehalt sein. Oder die PartnerInnen geben für sehr unterschiedliche Dinge ihr Geld aus. 

Wenn sich einer von beiden mehr leisten kann als der/die andere, stellt sich die Frage, ob die Kosten dann trotzdem gleich aufgeteilt werden sollen. Oder ob eine Anpassung an die Gehaltshöhe besser ist.

Damit das Finanzthema in der Beziehung kein belastender Faktor wird, hilft es, solche Punkte zu klären.

Doch wie kannst du das machen? Zum Glück sind wir nicht die Ersten, die sich damit beschäftigen. Du kannst dir das für euch passende Kontenmodell heraussuchen und mit deinem Partner umsetzen. Hier sind drei verschiedene Ansätze.

Das 2-Konten-Modell

2-Konten-Modell

Das ist vielleicht zu Anfang einer Beziehung bzw. nach dem Zusammenziehen das am häufigste verwendete Kontenmodell.

Dabei haben beide Partner ihr eigenes Konto, auf dem das Gehalt eingeht. Die individuellen Ausgaben werden von dem Konto bezahlt. Die gemeinsamen Ausgaben teilt sich das Paar intuitiv auf. Mal zahlt der eine, mal die andere. 

Damit beide ein gutes Gefühl haben, ungefähr gleich viel zu zahlen, kann eine App zum Tracken der Ausgaben verwendet werden. Splitwise oder auch Tricount sind solche Apps.

Monatlich oder zum Beispiel alle drei Monate gleicht man Mehrausgaben durch eine Überweisung des einen oder anderen aus.

Zum Einstieg ist dieses Kontenmodell sicherlich ein guter Start.

Einige Paare lieben an diesem Modell auch ihre weiterhin hohe Eigenständigkeit.

Das 3-Konten-Modell (Idee 1) für faire Finanzen

3-Konten-Modell (Idee 1)

Dies ist ebenfalls ein häufig verwendetes Kontenmodell. Beide Partner haben weiterhin ihr eigenes Konto, von dem die individuellen Ausgaben und das Sparen oder Investieren vorgenommen wird. 

Weiterhin wird ein Gemeinschaftskonto eröffnet. Von dem werden die gemeinsamen Ausgaben bezahlt. Hat man alle gemeinsamen Kosten einmal berechnet, legt man den Anteil eines jeden Einzelnen fest, der auf das gemeinsame Konto überwiesen wird. 

Dabei können sich beide Partner mit jeweils 50 % an den Kosten beteiligen. Oder der Anteil der Kosten wird prozentual zur Gehaltshöhe ermittelt.

Ein Beispiel:

Partner A verdient 2.000 € netto, Partner B 3.000 €. Die gemeinsamen Kosten betragen 1.000 €. 

Die erste Variante wäre, dass beide Partner 500 € auf das gemeinsame Konto überweisen.

Bei der zweiten Variante werden beide Gehälter addiert und stellen 100 % der Gesamteinnahmen des Paares dar. Partner A steuert mit 3.000 € 60 % der Gesamteinnahmen dar, Partner B 40 %.

Entsprechend werden die Kosten verteilt. Partner A überweist auf das Konto monatlich 600 € und Partner B 400 €.

Das 3-Konten-Modell (Idee 2)

3-Konten-Modell (Idee 2)

Bei dieser Variante gehen beide Gehälter auf ein Gemeinschaftskonto. Alle gemeinsamen Ausgaben werden von hier bezahlt.

Gleichzeitig haben beide Partner ein eigenes Konto, auf den monatlich per Überweisung vom Gemeinschaftskonto ein Betrag für die individuellen Ausgaben getätigt wird.

Wie hoch dieser Betrag ist, muss verhandelt werden. Entweder angepasst an die Höhe der individuellen Gehälter oder bei Aufteilung der Kosten zu 50 %, bekommt jeder sein Gehalt abzüglich der Hälfte der gemeinsamen Kosten.

Bei dieser Variante sollte man zumindest im Hinterkopf behalten, dass im Falle einer nicht ‚harmonischen‘ Trennung, der eine oder die andere Partnerin das Konto böswillig leer räumen könnte und sein Gehalt ab da auf das individuelle Konto läuft. Damit könnte Partner B auf den gemeinsamen Kosten sitzen bleiben. 

Aber malen wir mal nicht den Teufel an die Wand.

Weitere Modelle existieren

Es sind noch einige weitere Modelle denkbar. Meist werden sie komplexer, wenn die Partner verheiratet sind und Kinder haben. Welche das sind, zeige ich dir in einem anderen Blogartikel in Zukunft.

Egal, wie du dich entscheidest, werde dir selbst im ersten Schritt darüber im Klaren, welche Kontenmodelle es überhaupt gibt und mit welchem du dich wohlfühlst. Und dann sprich mit deinem PartnerIn. 

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SMUF Stern

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